ÜBER
MICH

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IN SIEBEN ETAPPEN...

... mein Leben einzuteilen, scheint mir angebracht zu sein.

Meine sieben Leben

I. Die Kindheit

Erinnerungen an eine unbeschwerte Kindheit mit zwei Brüdern und einer Schwester, ich der Jüngste. Wir Vier und meine Eltern in einer 60 m² kleinen Wohnung in einem 5-Parteien-Mietshaus, in dem außer uns noch 12 weitere Kinder lebten. In der Nähe ein Schrebergarten, der Werdersee und einem fast autonomen Leben in einer noch völlig intakten Vorstadt.

II. Die Schulzeit

An die Schulzeit habe ich gemischte Erinnerungen. Die ersten Jahre gingen spielend ohne große Mühen ins Land, dann ging's auf's Gymnasium, dort eckte ich permanent an, was ich aber in meiner Rolle als Klassenkasper bestens zu kompensieren verstand. Glücklich dann die Zeit, die ich an dem Theater eines Kurt Hübner, Peter Zadel, Wilfried Minks, Bruno Ganz & so vielen anderen Sternen dieser Epoche verleben konnte. Erste Politisierungen erfassten mich.

III. Irrungen & Wirrungen

Nach dem Abitur erwischte mich der kalte Wendepunkt, eine Entscheidung treffen zu müssen, was  denn aus meinem Leben zu machen wäre. Herausgerissen aus der verspielten Zone der Schule und den lustvollen Jahren im Theater, verliess mich sehr schnell der Mut, meinen Traumberuf als Bühnenbildner zu verwirklichen. Verschiedene an- & abgebrochene Versuche zu studieren, diverse Jobs vor allem an Lenkrädern bis hin zum Busfahrer der BSAG wurden mein Hintergrund, die mich zunehmend unglücklich machten.

IV. Das Coming-Out

Dann kam es Knall auf Fall. Es war an der Zeit. Die Bewegungen jener Zeit, ob gegen die AKWs, für die Dritte Welt, die Emanzipationsbestrebungen in alle Richtungen, aber vor allem die Schwulenbewegung nahmen mich mit unter ihre Fittiche und verwandelten aus meinem über so viele Jahre als unüberwundbar groß empfundenes Problem in ein klitzekleines. Endlich konnte auch ich endlich so leben & lieben, wie ich mir immer erträumt hatte.

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V. Der Buchladen

So spülten mich meine politischen Aktivitäten & Engagements in verschiedenen autonomen Initiativen n den Bremer Buchladen im Ostertor, in dessen Kollektiv ich wunderbare Menschen traf und bis heute dauernde Freundschaften. War es wirklich ein Zufall, dass ich mich dort nach den ersten Monaten der Besinnung plötzlich im gleichen Beruf wie mein Vater wiederfand? Wohl eher nicht. Eine sehr glückliche Zeit.

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VI. Barcelona

Eine der schönsten Begleiterscheinungen im Beruf des Buchhändlers ist die Möglichkeit zu flirten: man fällt keineswegs mit der unverfänglich an einen Kunden gestellten Frage auf: „Suchst Du etwas Bestimmtes?“. So lernte ich Hartmut kennen & lieben. Wir beschlossen bald, unser Leben im Süden zu versuchen. So verschlug es uns 1985 nach Barcelona, wo ich von einer menschlich und professionell großartigen Meisterin, Ute Körner, (>>>) das Handwerk des Literarischen Agenten erlernen durfte.

VII. Heute | Bremen

Im Frühjahr 2016 entschied ich mich, mein Leben als Pensionär weiterzuführen. Das sollte aber nach den 39 Jahren Leben und Arbeit in Barcelona in meiner Heimatstadt sein. So zogen Hartmut und ich mit Sack, Pack & Hund Mme. Maggie nach Bremen. Dort angekommen wurde ich jedoch unvermittelt krank und benötigte lange Zeit, um wieder auf die Beine zu kommen. Aber seitdem genieße ich meinen Status als Jubilar in vollen Zügen & gehe genußvoll in alten & neuen Aufgaben auf.

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